Flugreisen in den USA – auch bei den domestic Flights, den Inlandsflügen, wird nicht an Sicherheitsmaßnahmen gespart. Seit der Festnahme von Terroristen in London im August diesen Jahres wurden diese noch etwas verstärkt. Dies musste ich mehrfach erfahren, als ich am Ende meiner Wahlstation in Washington D.C. einen zweiwöchigen Urlaub in Arizona anhängte.
Darauf, dass ich während meines Fluges auf Kosmetika und diverse andere Drogerieartikel verzichten musste, hatte ich mich schon seelisch eingestellt. Auch auf das Procedere am Flughafen war ich ebenfalls vorbereitet (vergleiche dazu auch Make-Up-Verbot im Flugzeug).
Höhepunkt meines Urlaubs war allerdings der Moment, als ich nach meiner Ankunft in Tucson, Arizona meinen Koffer öffnete: der gesamte Inhalt war völlig durcheinander, die Kleidung zerknittert, aber glücklicherweise nichts kaputt oder verschwunden. Irgendwo in dem Chaos, fand ich einen Zettel der Transportation Security Administration. Darauf erklärte man mir, dass ich zufällig für eine Kontrolle ausgewählt worden sei und diese Maßnahme meiner Sicherheit und derer aller diene. Falls dabei jedoch etwas beschädigt, zerstört worden oder abhanden gekommen sei, sei das sozusagen meine Sache. Etwas entsetzt dachte ich sofort an den Vierten Verfassungszusatz der US-Verfassung, der grundsätzlich die Freiheit vor unzulässigen Durchsuchungen und Beschlagnahmen garantiert. Schnell ist mir aber bewußt geworden, dass ich mit meinen Bedenken nicht weit kommen würde. Was man für die eigene Sicherheit nicht alles in Kauf nehmen muss…


Mienem Sohn ging es dieser Tage auch so. Da er als 19-Jaehriger aus Deutschland Gluehwein mitbrachte, wurde ihm der Pass abgenommen und die Suche fortgesetzt. Dann wurde er in die Empfangshalle gebracht und mir gnadenweise der Pass samt Sohn ausgehaendigt. Er hatte enormes Gluck, dass der TSA-Beamte seine Ermessen so ausuebte.
Ach, under TSA-Beamte half ihm auch, die uebervollen Koffer zuzudruecken.
Kommentar von ck — Oktober 25, 2006 @ 12:39